Nikolas Verhoefen
21. Oktober 2024

Karsten Klein als unterfränkischer Spitzenkandidat nominiert

Freie Demokraten Unterfranken stellen die Weichen für die Bundestagswahl 2025

Bad Bocklet - Am vergangenen Samstag (19. Oktober 2024) wählte der Bezirksparteitag der FDP Unterfranken den Aschaffenburger Bundestagsabgeordneten Karsten Klein mit 82\% erneut zu ihrem Spitzenkandidaten für die anstehenden Bundestagswahlen. Klein, der auch Direktkandidat im Wahlkreis Aschaffenburg ist, strebt Listenplatz 3 der Bayerischen Landesliste an.

Im Anschluss an seine Nominierung dankte Klein den unterfränkischen Delegierten und zeigte sich für den im kommenden Jahr anstehenden Bundestagswahlkampf kämpferisch: „Vielen Dank für das große Vertrauen! Gemeinsam werden wir unsere Mission umsetzen. Deutschland wird wieder die wettbewerbsfähigste Volkswirtschaft der Welt werden. Lasst uns die Zukunft gewinnen!“

Als weiteren Kandidaten nominierten die unterfränkischen Liberalen den Würzburger Bundestagsabgeordneten Prof. Dr. Andrew Ullmann, der sich gegen Karl Graf Stauffenberg durchsetzte. Auch Ullmann strebt einen Listenplatz an, der ihm erneut Chancen auf den Einzug in den Bundestag einräumt.

Ullmann mahnte die Partei zur Einheit und Geschlossenheit. In seiner Rede setzte er klare Forderungen bei der Migrations-, Wirtschafts- und Gesundheitspolitik: „Wir brauchen eine klare Migrationspolitik mit festen Regeln und humanitärer Verantwortung, um Integration und Ordnung zu fördern. Im Gesundheitsbereich sind Digitalisierung und Reformen für eine bessere Versorgung zentral, besonders in ländlichen Regionen. Wirtschaftspolitisch müssen die Sozialabgaben wieder unter 40\% gesenkt und das Sozialsystem generationengerecht reformiert werden, um Deutschlands Stabilität zu sichern.“

In der anschließenden Antragsberatung fordern die Liberalen umgehend eine umfassende Wirtschaftswende einzuleiten, um die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit Bayerns und Deutschlands zu erhalten. „Marktwirtschaft, Globalisierung und Kapitalismus sind für uns positiv besetzt. Sie schaffen
 Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand. Wir wollen Leistungsbereitschaft honorieren und sehen Digitalisierung als Chance. Wir sind fair gegenüber zukünftigen Generationen, indem wir durch eine solide Finanzpolitik auch ihre politische Handlungsfähigkeit erhalten. Die Zukunft gewinnen wir durch Innovation und Technologieoffenheit. Wir setzten auf die Bürgerinnen und Bürger. Dieses positive Narrativ werden wir wieder in den Mittelpunkt unseres politischen Handels stellen“, so Klein in seiner Antragsbegründung.

Mit Blick auf den wachsenden Antisemitismus betonen die Freien Demokraten die Verbundenheit und Unterstützung aller jüdischen Freunden und des Staates Israel. Es dürfen weder Zweifel am Existenzrechts Israels geben noch ist es hinnehmbar, dass Jüdinnen und Juden in Deutschland Angst haben müssen, eine Kippa oder einen Davidstern zu tragen. Mit Blick auf die deutsche Geschichte sehen es die Liberalen als Selbstverständlichkeit innerhalb unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung an, dass der Schutz jüdischen Lebens und das Existenzrecht Israels Staatsräson und Grundpfeiler unserer Gesellschaft und Politik sind. 

In einem weiteren Antrag fordern die unterfränkischen Liberalen eine Gleichberechtigung bei der Wehrpflicht: Art. 12 a Abs. 1 GG soll in seinem Wortlaut so geändert werden, dass Männer, Frauen und

Divers vom vollendeten achtzehnten Lebensjahr an zum Dienst in den Streitkräften, im

Bundesgrenzschutz oder im Zivilschutzverband verpflichtet werden können. Aktuell ist die Wehrpflicht auf den Spannungs- und Verteidigungsfall beschränkt. Diese Regelung soll bestehen bleiben.

Schwangere sind von der Verpflichtung ausgenommen sein. Im Sinne des Art. 6 GG wird ein Elternteil von der Wehrpflicht befreit, wenn ein Kind das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Näheres soll ein Bundesgesetz, z.B. das Wehrpflichtgesetz, regeln.

Die vollständigen Antragstexte sowie alle weiteren auf dem Parteitag beschlossenen Anträge finden Sie unter Beschlüsse › FDP Unterfranken (fdp-unterfranken.de).  


Neueste Nachrichten


  • Albrecht Fehlig
    Aschaffenburg, 26. Okt. 26
    80-jähriges Bestehen der FDP in Aschaffenburg
    Feier im Gründungslokal „Wilder Mann“
    Der FDP-Kreisverband Aschaffenburg-Stadt hat am 23. Oktober 2026 sein 80jähriges Bestehen im Gründungslokal, dem Hotel Wilder Mann, gefeiert.
  • Karlstein am Main, 19. Okt. 26
    FDP Unterfranken
    Mehr Lebenschancen statt Stillstand und Abschottung
    Die FDP Unterfranken setzt auf mehr Lebenschancen. Jeder Mensch soll unabhängig von seiner Herkunft die Möglichkeit haben, durch Bildung, Arbeit und eigene Initiative voranzukommen und sein Leben selbstbestimmt zu gestalten. Dafür braucht es eine starke Wirtschaft, einen handlungsfähigen Staat und faire Chancen auf gesellschaftlichen Aufstieg. Der Bezirksparteitag...
  • Aschaffenburg, 19. Okt. 26
    Haushalt sanieren – Kernaufgaben erfüllen
    FDP KV Aschaffenburg-Stadt
    Die Haushaltssituation der Stadt Aschaffenburg ist äußerst angespannt, was vor allem am massiven Rückgang der Gewerbesteuer um 16 Millionen Euro liegt. Dennoch hat die Stadt kein Einnahmenproblem: Seit 2020 stiegen die Steuereinnahmen insgesamt um 37 Prozent, die Gewerbesteuer sogar um 45 Prozent. Das eigentliche Problem ist die Ausgabenentwicklung. Die FDP fordert daher ein schnelles...
  • Karsten Klein
    Aschaffenburg, 30. Jun. 26
    Gefährliche Engstelle am Westring: Übergangslösung jetzt umsetzen
    Die Stadträte Karsten Klein (FDP) und Veit Kolb (FW) fordern die Stadt Aschaffenburg erneut auf, die gefährliche Engstelle am Radweg entlang des Westrings an der Betonmauer des Hafenbahnhofs umgehend zu entschärfen. Zwar wurde im Fahrradforum inzwischen der Entwurf für eine dauerhafte bauliche Lösung vorgestellt, diese wird jedoch erst in einigen Jahren umgesetzt werden...