6. Juni 2020

„Corona-Folgen im Hinblick auf Gesundheit, Haushalt, Bürgerrechte und Generationengerechtigkeit“

Gespräch mit Karsten Klein MdB und Prof. Dr. med. Andrew Ullmann MdB

Eine zweite Welle der Corona-Pandemie kann auch Deutschland erreichen, das Land muss darauf vorbereitet sein, gleichzeitig werden die wirtschaftlichen Lasten auf künftige Generationen abgewälzt, was mit Augenmaß geschehen muss. Das waren einige der Kernsätze in der zweistündigen Online-Diskussion mit den FDP-Bundestagsageordneten Prof. Dr. med. Andrew Ullmann (Würzburg) und Karsten Klein (Aschaffenburg) am 26. Mai 2020 sowie weiteren Teilnehmern aus Nord- und Ostbayern. Veranstalter war der FDP-Kreisverband Aschaffenburg-Stadt.

Effektive Pandemie-Bekämpfung

Prof. Andrew Ullmann MdB betonte, dass sich Deutschland für die weiteren Herausforderungen der Pandemie rüsten müsse. Deutschland müsse die Wirtschaft und das Gesundheitswesen besser auf eine Pandemie vorbereiten. Aufgrund seiner Erfahrungen aus den USA betonte er, dass das Robert-Koch-Institut zu einer effektiven Behörde für die öffentliche Gesundheit ausgebaut werden müsse, damit sie effizienter und unabhängiger vom Gesundheitsministerium arbeiten könne. Er verteidigte auch die Position einiger prominenter Virologen, die in der Öffentlichkeit wegen unverstandener Äußerungen kritisiert worden seien. Dass Wissenschaftler Zahlen unterschiedlich interpretierten, sei normal, so Ullmann.

Wirtschafts- und Haushaltsexperte Karsten Klein MdB betonte, dass diese Pandemie dazu geführt habe, dass Deutschland zum ersten Mal seit der Überwindung der Finanzkrise 2008/2009 rückläufige Steuereinnahmen verzeichne. Die hohen Aufwendungen zur Aufrechterhaltung der Liquidität in der Wirtschaft seien notwendig gewesen. Allerdings würden fast alle bisher beschlossenen Maßnahmen über Schulden finanziert. Deshalb appellierte Klein, innerhalb der Grenzen der geltenden Schuldenbremse zu bleiben. Die Überwindung der Krise dürfe nicht zur Krise zukünftiger Generationen führen.

Medizingüter für Europa

Karsten Klein setzte sich für die Globalisierung ein, sie habe wesentlich zum Wohlstand Deutschlands beigetragen und müsse weiter verfolgt werden. Es sei für die Zukunft aber unverzichtbar, wichtige Medizingüter und Schutzmaterialien wieder vermehrt in Europa herzustellen oder zu bevorraten.


Neueste Nachrichten


  • 14. Dez. 21
    Neues aus der FDP Unterfranken
  • 14. Dez. 21
    Neues aus dem Landtag
    Bericht unseres Landtagsabgeordneten Dr. Helmut Kaltenhauser
    Der Ausgang der Bundestagswahl prägt die Debatten im Bayerischen Landtag. Die CSU beginnt sich in ihrer Rolle als letzte Trutzburg zu gefallen. Kaum noch ein Redebeitrag aus CSU-Reihen, der nicht irgendwelche Aufgaben und Verantwortlichkeiten auf die neue Bundesregierung schiebt, auch wenn es sich ganz offensichtlich um Versäumnisse der bisherigen, von der CSU mitgetragenen Regierung handelt. ...
  • Albrecht Fehlig
    Aschaffenburg, 22. Nov. 21
    FDP-Kreisvorsitzender Thomas Klein wiedergewählt
    Der FDP-Kreisverband Aschaffenburg-Stadt hat am 18. November 2021 auf seiner Kreismitgliederversammlung in der Ratsstube Schweinheim einen neuen Vorstand gewählt. Thomas Klein, Stadtrat in Aschaffenburg, wurde erneut Vorsitzender. Stellvertretende Vorsitzende wurden Constanze Frey, Albrecht Fehlig, und Joachim Klein. Der neue Schatzmeister ist André Müller, als Schriftführer wiedergewählt...
  • 15. Nov. 21
    Karsten Klein im Amt bestätigt
    Bezirksparteitag mit Neuwahlen der FDP Unterfranken
    Schweinfurt - Auf ihrem Bezirksparteitag in Schweinfurt bestätigten die Freien Demokraten Unterfranken ihren bisherigen Bezirksvorsitzenden, den Aschaffenburger Bundestagsabgeordneten Karsten Klein, einstimmig in seinem Amt.