Karsten Klein
Aschaffenburg, 27. Januar 2026

FDP fordert Runden Tisch zur Zukunft des Klinikums Aschaffenburg

Die FDP-Stadträte fordern die Einrichtung eines Runden Tisches zur finanziellen Stabilisierung des Klinikums Aschaffenburg. Hintergrund sind die seit Jahren anhaltenden hohen Defizite, die den städtischen Haushalt massiv belasten. Allein seit 2015 sind der Stadt Aschaffenburg nahezu 140 Millionen Euro entzogen worden – Mittel, die für wichtige kommunale Aufgaben wie Bildung, Infrastruktur und den öffentlichen Nahverkehr fehlen. Diese Mittel musste die Stadt aber für den Ausgleich des Betriebskostendefizits, für Investitionszuweisungen und für die bayerische Krankenhausumlage bezahlen.

Der beantragte Runde Tisch soll Vertreterinnen und Vertreter des Bundes- und Bayerischen Gesundheitsministeriums, der gesetzlichen und privaten Krankenkassen, der kommunalen Gremien, der Klinikumsleitung sowie der Beschäftigten zusammenbringen. Ziel ist es, gemeinsam einen belastbaren Weg zur Reduzierung des Defizits auf null zu entwickeln.

Denn trotz großer Anstrengungen ist es bislang nicht gelungen, das Defizit nachhaltig zu reduzieren. Dabei ist die Aufgabenverteilung eigentlich klar geregelt: Investitionen liegen in der Verantwortung des Freistaats Bayern, die Betriebskosten müssen durch die Krankenkassen gedeckt werden. In der Realität entstehen jedoch Finanzierungslücken, die letztlich von den Kommunen und damit von den Bürgerinnen und Bürgern getragen werden.

Die FDP bekennt sich ausdrücklich zur kommunalen Trägerschaft des Klinikums. Diese kann jedoch nur Bestand haben, wenn eine wirtschaftlich tragfähige Perspektive geschaffen wird. Dauerhafte Defizite in zweistelliger Millionenhöhe gefährden aus Sicht der FDP den langfristigen Erhalt des Klinikums in kommunaler Verantwortung.

Der Runde Tisch soll unter anderem die bestehenden Strukturen analysiert, der Leistungs- und Versorgungsumfang überprüft, die wirtschaftliche Situation einzelner Kliniken bewertet sowie alternative Organisations- und Betriebsformen geprüft werden. Er soll aber auch die Verantwortlichen in Bund und Land sowie bei den Krankenkassen in die Pflicht nehmen. Der gesamte Prozess soll transparent gestaltet und die Öffentlichkeit regelmäßig informiert werden.

„Unser Ziel ist klar: Der Erhalt des Klinikums in kommunaler Trägerschaft – aber auf einer finanziell stabilen Grundlage“, betont FDP-Stadtrat Karsten Klein.

Karsten Klein, Stadtrat

stadtrat@karsten-klein.de

www.aschaffenburg-stadtrat.de


Neueste Nachrichten


  • Karsten Klein
    Aschaffenburg, 27. Jan. 26
    FDP fordert Runden Tisch zur Zukunft des Klinikums Aschaffenburg
    Die FDP-Stadträte fordern die Einrichtung eines Runden Tisches zur finanziellen Stabilisierung des Klinikums Aschaffenburg. Hintergrund sind die seit Jahren anhaltenden hohen Defizite, die den städtischen Haushalt massiv belasten. Allein seit 2015 sind der Stadt Aschaffenburg nahezu 140 Millionen Euro entzogen worden – Mittel, die für wichtige kommunale Aufgaben wie Bildung,...
  • Aschaffenburg, 12. Jan. 26
    Zukunft durch kluge Investitionen und starkes Standortmanagement sichern
    Die wirtschaftliche Lage stand zuletzt im Mittelpunkt der Beratungen im Aschaffenburger Stadtrat. Berichte der Industrie- und Handelskammer sowie der Bundesagentur für Arbeit machten deutlich, dass sich auch vor Ort die konjunkturelle Abschwächung bemerkbar macht. Umso wichtiger ist es jetzt, die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen.
  • 24. Dez. 25
    Neues aus der FDP-Unterfranken
    Weihnachten-Newsletter - Dezember 2025
    Termine, Berichte aus den Kreisverbänden, Bezirks- und Bundestag, sowie Impressionen von Veranstaltungen
  • Aschaffenburg, 17. Nov. 25
    FDP-Oberbürgermeisterkandidat Julian Dalberg auf Platz 1 der Stadtratsliste
    Der FDP-Kreisverband Aschaffenburg-Stadt hat am 14. November 2025 in der Stadthalle Aschaffenburg seine Kandidatenliste für den Stadtrat im Rahmen der Kommunalwahl 2026 aufgestellt. Oberbürgermeisterkandidat Julian Dalberg (30) wurde mit 18 Stimmen und einer Enthaltung ohne Gegenkandidat auf Platz 1 gewählt.