Würzburg, 9. April 2006

BASAR: Grabenkämpfe überwinden

Integration ist Aufgabe aller!

Unterfränkischer FDP-Vize fordert rationale Integrationsdebatte Anlässlich der anhaltenden Integrationsdebatte erklärt der stellvertretende Bezirksvorsitzende der unterfränkischen FDP, Eren Basar (Würzburg): „Die Debatte um die Integrationspolitik ist bedauerlicherweise vollkommen aus dem Ruder gelaufen. Statt nach Lösungen aus der Krise zu suchen, schieben Konservative und Multi-Kulti-Anhänger sich gegenseitig die Schuld an der Integrationskrise zu. Wir befinden uns in einem Grabenkampf, der zu nichts führen wird.“ Basar weiter: „Die Schuld ist weder der Mehrheitsgesellschaft noch den Einwanderern zuzuschreiben. Die Integrationskrise ist eine Folge der Tatsache, dass die Ausländerpolitik seit den Achtzigern – im Widerspruch zu den tatsächlichen Gegebenheiten - unverändert davon ausgegangen ist, dass die Gastarbeiter nur vorübergehend in Deutschland bleiben. Erst mit dem Zuwanderungsgesetz im Jahr 2004 wurde die Politik an die Realität angepasst. Die eigentliche Integrationsleistung muss jedoch noch erbracht werden.“ Basar fordert die Integrationsdebatte auf eine rationale Grundlage zu stellen. Ferner müsse die Bedeutung der kommunalen Integration stärker beachtet werden: „Gemeinden sind der Schlüssel zur Integration“, so der stellvertretende Bezirksvorsitzende. „Unabhängig von der jeweiligen nationalen Herkunft gibt es unter Bürgern mit Migrationshintergrund regelmässig eine starke Identifikation mit „Ihrer“ deutschen Stadt. Diese Identifikation kann eine Brücke zu einer neuen Integrationspolitik werden, indem wir die Bürger und Bürgerinnen vor Ort in den demokratischen Prozess mit einbinden.“ Basar schlägt daher vor, dass das kommunale Wahlrecht auch Angehörigen aus Drittstaaten zuerkannt wird, die seit fünf Jahren rechtmäßig in Deutschland leben. Als völlig ungeeignet bezeichnet Basar dagegen das von der CSU beschlossene Fünf-Punkte-Programm zur Integration. Basar wörtlich: „Die von der CSU beschlossenen Maßnahmen sind Ausdruck eines geistigen Bankrotts in der Integrationspolitik und werden die Probleme nicht lösen, die Stimmung unter den Betroffenen aber weiter anheizen.“ Basar fordert die CSU auf, den Aktionsplan zurückzunehmen.

Neueste Nachrichten


  • 3. Mär. 26
    Neues aus Unterfranken
    Kommunalwahl-Newsletter – Februar/März 2026
    Berichte aus den Kreisverbänden sowie Impressionen von Veranstaltungen.
  • Karsten Klein
    Aschaffenburg, 2. Mär. 26
    Finanzen der Stadt im Absturz – das wollen wir ändern
    Wir wollen in die Zukunft unserer Stadt investieren. Dafür braucht es jedoch solide städtische Finanzen. Hohe Schulden bedeuten hohe Zinsausgaben – Geld, das uns fehlt, um unsere Zukunft zu gestalten. Deshalb wollen wir die Schuldenpolitik in Aschaffenburg ändern und zu einer soliden Finanzpolitik zurückkehren.
  • Karsten Klein
    Aschaffenburg, 24. Feb. 26
    FDP Aschaffenburg: Wärmeplanung in Aschaffenburg
    Verlässlich, bezahlbar und realistisch
    Bis Juni 2028 muss die kommunale Wärmeplanung in Aschaffenburg vorliegen. In dieser Woche hat sich der Stadtrat mit dem Startplan befasst. Die FDP hat dazu konkrete und zielgerichtete Änderungsvorschläge eingebracht.   Die Wärmeplanung hat große Auswirkungen auf die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt. Es geht um das Eigentum und die zuverlässige...
  • Albrecht Fehlig
    Aschaffenburg, 12. Feb. 26
    FDP am Bayerischen Untermain: Neujahrsempfang mit Susanne Seehofer
    Susanne Seehofer, stellvertretende bayerische Landesvorsitzende und Bundespräsidiumsmitglied der FDP, war am 8. Februar 2026 Hauptrednerin auf dem Neujahrsempfang 2026 der FDP am Bayerischen Untermain. Diese gemeinsame Veranstaltung der FDP-Kreisverbände Aschaffenburg-Stadt, Aschaffenburg-Land und Miltenberg lockt traditionell zahlreiche Gäste - in diesem Jahr knapp 150 - aus Politik...