München, 26. Februar 2004

FDP fordert Richtungsentscheidung

Zuwanderungsregelung Becksteins Verantwortung

Zur Verhandlungsrunde am morgigen Freitag über ein Zuwanderungsgesetz erklärt der der innenpolitische Sprecher der bayerischen FDP, Dr. Max STADLER, MdB (Passau):

"Der bayerische Innenminister Dr. Günther Beckstein trägt eine große Verantwortung dafür, ob es endlich zu einem Kompromiß über ein Zuwanderungsgesetz kommt. Beckstein weiß selbst, dass es auch in Bayern in der Realität eine Zuwanderung in den Arbeitsmarkt gibt und der theoretisch bestehende Anwerbestopp längst aufgeweicht ist. Dies muß man deutlich beim Namen nennen.

Dann ist die logische Folge, diese Zuwanderung im eigenen wirtschaftlichen Interesse durch ein Gesamtkonzept zu steuern, statt mit einem Fleckerlteppich von Ausnahmegenehmigungen zu arbeiten. Das ist der eigentliche Sinn eines Zuwanderungsgesetzes.

Im humanitären Bereich schlägt die FDP vor, sich an den europäischen Standards zu orientieren. Zudem wird von vielen Praktikern zu Recht eine "Altfallregelung" gefordert, beispielsweise für Familien, die schon seit vielen Jahren in Deutschland leben und bestens integriert sind. Der jüngste Münchner Fall mit einer afrikanischen Familie, die nach 14 Jahren abgeschoben werden sollte, beweist dies eindeutig.

Die FDP fordert Rot/Grün und CDU/CSU auf, in der verkleinerten Siebener-Verhandlungsrunde deutlich zu erklären, ob ein Zuwanderungsgesetz gewollt wird oder nicht. Es hat keinen Sinn, im Hinblick auf die Hamburger Wahl zu "filibustern" und nur unverbindlich miteinander zu sprechen.
In diesem Jahr finden zwölf Wahlen statt. Wir können mit einer Lösung des Zuwanderungsthemas nicht warten, bis alle diese Wahlen alle vorbei sind. Der Vermittlungsausschuss muß jetzt Entscheidungsstärke zeigen.

Die FDP erwartet vom morgigen Treffen eine Richtungsentscheidung, damit das Gesetzgebungsverfahren bis Ostern abgeschlossen werden kann."


Neueste Nachrichten


  • Karsten Klein
    Aschaffenburg, 27. Jan. 26
    FDP fordert Runden Tisch zur Zukunft des Klinikums Aschaffenburg
    Die FDP-Stadträte fordern die Einrichtung eines Runden Tisches zur finanziellen Stabilisierung des Klinikums Aschaffenburg. Hintergrund sind die seit Jahren anhaltenden hohen Defizite, die den städtischen Haushalt massiv belasten. Allein seit 2015 sind der Stadt Aschaffenburg nahezu 140 Millionen Euro entzogen worden – Mittel, die für wichtige kommunale Aufgaben wie Bildung,...
  • Aschaffenburg, 12. Jan. 26
    Zukunft durch kluge Investitionen und starkes Standortmanagement sichern
    Die wirtschaftliche Lage stand zuletzt im Mittelpunkt der Beratungen im Aschaffenburger Stadtrat. Berichte der Industrie- und Handelskammer sowie der Bundesagentur für Arbeit machten deutlich, dass sich auch vor Ort die konjunkturelle Abschwächung bemerkbar macht. Umso wichtiger ist es jetzt, die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen.
  • 24. Dez. 25
    Neues aus der FDP-Unterfranken
    Weihnachten-Newsletter - Dezember 2025
    Termine, Berichte aus den Kreisverbänden, Bezirks- und Bundestag, sowie Impressionen von Veranstaltungen
  • Aschaffenburg, 17. Nov. 25
    FDP-Oberbürgermeisterkandidat Julian Dalberg auf Platz 1 der Stadtratsliste
    Der FDP-Kreisverband Aschaffenburg-Stadt hat am 14. November 2025 in der Stadthalle Aschaffenburg seine Kandidatenliste für den Stadtrat im Rahmen der Kommunalwahl 2026 aufgestellt. Oberbürgermeisterkandidat Julian Dalberg (30) wurde mit 18 Stimmen und einer Enthaltung ohne Gegenkandidat auf Platz 1 gewählt.